Der Schwimmwettkampf der Hagener Schulen 2018


Der Lesewettbewerb 2017


Unser 1. Platz beim Schwimmwettkampf der Hagener Grundschulen


Ein ziemlich cooler Meeresbiologe

 

Hagen-Dahl. Robert Marc Lehmann (32) ist ein ziemlich cooler Typ. Er rettet Schildkröten. Er findet Spinnen faszinierend. Er hat keine Angst vor Haien. Und er findet es genial, Kühe totzuschießen. Aber am allercoolsten fanden es die Kinder der Grundschule Volmetal, als er ihnen berichtete, dass Schildkröten durch den A... atmen. Sogar die Lehrerinnen kreischten vor Vergnügen.

Dabei ist Lehmann ein durch und durch seriöser Typ. Er ist Meeresbiologe und Forschungstaucher, so ein Andreas Kieling der Ozeane, obwohl er selbst den Vergleich mit dem bekannten Tierfilmer ablehnt. Dabei sind seine Expeditionen ebenso spannend, und er kann ebenso fesselnd erzählen. „Wisst ihr, welches das größte Raubtier Deutschlands ist?“ fragte er die Kinder. Wusste keiner. Na, die Kegelrobbe. Die Kegelrobbe? Ja, die wird drei Meter lang und 300 Kilo schwer, außerdem hat sie ein Gebiss wie ein Bär. Staunen! „Und wisst ihr, welches mein Hass-Tier ist?“ Wusste keiner. Pferde. Pferde? Ja, die treten, beißen und spucken. Bei den Mädchen hätte Lehmann damit beinahe verspielt, doch er fügte beschwichtigend hinzu: „Ich hab Angst vor Pferden, weil ich sie nicht kenne. Dafür hab ich keine Angst vor Haien.“

Durch Hai-Attacken sterben fünf Menschen pro Jahr, von Kokosnüssen werden 150 erschlagen, erklärte er. Dass seine Mutter sich trotzdem um ihn sorge, wenn er mit Haien tauche, das verstanden die Kinder.

Stachelrochen hinterlässt Knutschfleck auf dem Knie

Robert Marc Lehmann kann unter Wasser über fünf Minuten lang die Luft anhalten. Da staunten die Kinder wieder. Und dass ein Stachelrochen mit seinem Saugmaul mal einen Knutschfleck auf seinem Knie hinterlassen hat, dokumentierte er mit einem Foto. Jetzt waren die Kinder (und die Lehrerinnen) aus dem Häuschen. Aber Lehmann ist kein Harlekin, er verschwieg die traurigen Geschichten nicht, die der Mensch in der Natur schreibt. Ja, der Mensch sei ein Tier, zu 100 Prozent, machte er deutlich. Und dass es das Schlimmste auf der Welt für ihn sei, Delfine zu fangen und einzusperren. Und dass man auch nicht sagen dürfe, einige Exemplare seien ja in Gefangenschaft geboren, die würden es nicht anders kennen: „Stellt auch vor, ein Frau kriegt im Gefängnis ein Kind, kann das Kind dann immer im Gefängnis bleiben?“ Delfine würden fühlen wie Menschen, Fische auch. Seitdem er das begriffen habe, ist aus dem einstigen Fast-Profi-Angler ein konsequenter Naturschützer geworden.

Dass es eine Schildkröte gebe, die durch den A... atme, stimme wirklich. Sie presse das Meerwasser hinten rein, der Sauerstoff gehe durch die dünne Haut direkt ins Blut. Und Kühe auf der Weide totzuschießen, sei allemal besser, als die stressgeplagten Tiere vorher in einen Schlachthof zu transportieren, erläuterte er. Ein cooler Typ, dieser Herr Lehmann.

 

       Hubertus Heuel

 

Quelle:

 

http://www.derwesten.de/wp/staedte/hagen/ein-ziemlich-cooler-meeresbiologe-id11495146.html

 

Bei weiterem Interesse an der Arbeit von Robert Marc Lehmann kann man sich auf seiner eigenen Homepage informieren:

 

www.robertmarclehmann.com